Mittwoch, 15. August 2012

Port D.

Die Zeit vergeht und ich bin mittlerweile schon seit drei Wochen in hohem Norden.
Ich liebe Port Douglas und fühle mich super wohl im Hostel. Man hat eine enge Verbindung zu den anderen Backpackern geknüpft und man lebt sein Leben mit ihnen. Viele super spannende Dinge sind nicht passiert.
Ich habe meine Tage am Strand verbracht und gleichzeitg Jobs gesucht. Ich habe mich fast in jedem Hotel, Restaurant etc beworben. Aller Anfang ist schwer. Das habe auch zu spüren bekommen. Glücklicherweise ist mir dann ein Hosteljob zugeflogen gekommen. Seit mehr als einer Woche arbeite ich jetzt für das Hostel und reinige die Doppel- sowie die Ensuitdorms. Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß und für mich eine willkommene Abwechslung zu dem zum Teil langweilig gewordenen Alltag. Cassandre und Guilliaum fehlen mir sehr. Dennoch habe sie mich irgendwie immer vom 'job seeking' abgehalten. Vor ein paar Tagen hatte ich ein Interview in einem der Hotels. Nun warte ich auf deren Antwort. Habe ich den Job, ja nein? Diese Warterei macht einen bekloppt. Leider muss ich dann meinen Hosteljob für das Housekeeping aufgeben. Jedoch verdiene ich lieber Geld als gar keins. Hier geht das aber auch weg wie heiße Semmeln.

Gestern war ich mal wieder mit James und ein paar anderen Hostelbewohnern am Cape Tribulation. Wir waren wandern. Bevor wir jedoch wandern gehen konnten mussten wir auf die Polizei in der Pampa warten, die im nachhinein nicht gekommen ist. Wir hatten einen Autounfall mit einem Motorradfahrer. James hatte ihn leider nicht gesehen, da der Fahrer kein Licht an hatte und zudem eine Camouflage Kawasaki gefahren ist. Es ging alles ziemlich schnell und da lag der Mann schon auf unserer Motorhaube. Wir waren dabei einzuparken und waren sehr langsam. Der Mann konnte nicht mehr ausweichen. Ihm geht es glücklicherweise gut und ist nicht böse verletzt, dank seiner dicken Schutzkleidung. Es war eine ziemlich blöde Situation. Allen geht es gut, außer ein kleinen Schock fürs Leben. Jedoch war es nicht allein James Schuld, dass wir den Crash hatten. Der Mann war zuschnell unterwegs, hatte kein Licht auf einer dirtroad an und er ist um eine Kurve gedüst. Es gehören immer zwei Personen dazu. 'You always need two persons for dancing Tango'

Nach diesem Erlebnis sind wir dann doch noch wandern gegangen. Es war ein harter Wanderweg mit einem steilen Aufstieg. Wir sind in etwa über Stock und Stein gelaufen. Die Natur war mal wieder beeindruckend und hat einem zum Staunen gebracht. Für einen normalerweise 'dreistündigen Aufstieg' haben wir die Hälfte gebraucht. Er war taff und wir mussten zum Teil mit Seilen den Berg erklimmen. Tiere sind uns leider nicht über den Weg gelaufen. Als Unterhaltung hat uns Larry ein paar Lieder gesungen. Wir waren schon eine coole Wandertruppe. Verschwitz und mit brennenden Beinen sind wir dann irgendwann endgültig angekommen. Der Ausblick war wunderschön und wir haben das Great Barrier Reef ein wenig von oben gesehen. Ein schönes Lunchörtchen. Wir haben dann erstmal eine Kokosunuss dort oben verdrückt. Hier in Australien wird man Kokosnuss verrückt. Naja sie ist kostenlos und eben auch gesund. Unten wieder angekommen sind wir zu dem Wasserloch mit dem Seil gefahren, um unsere Körper von all dem Dreck und Schweiß zu befreien. Im gesamten war es echt ein kurioser unglaublich interessanter Tag.

Jetzt sitze ich im Hostel und das Wetter stinkt zur Hölle heute. Es hat geregnet. Das erste Mal seit dem ich in Queensland bin. Was werde ich heute bloß noch machen? Wahrscheinlich langweilen. ;)

-A

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